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Info zum Schleifservice
Bei hochwertigen Werkzeugen ist von der Verwendung von Trockenschleifmaschinen
abzuraten. Selbst bei relativ moderaten Temperaturen von ca. 150 - 200 grad
Celsius kann es bereits zur Kohlenstoffdiffusion und damit zu einer Verringerung
der Standzeit kommen.
Nur mit dem "Nass-Schärfen" wird jede Gefahr des Verbrennens
und der Diffusion verhindert. Das Nassschleifverfahren mit dem Naturstein
wird seit Jahrhunderten in der Hammerschmiede betrieben.
Info zur Härtetechnik
Das Härten von Stahl ist ein Teilbereich der Wärmebehandlung.
Härten besteht aus einem Erwärmen bis zu einer werkstoffabhängigen
Temperatur, dem Aufrechterhalten der Temperatur der Werkstücke und
anschließendem raschen Abkühlen (Abschrecken) unter Beachtung
der kritischen Abkühlgeschwindigkeit.
Als Abschreckmedien dienen unter anderem Wasser, Öl, Salzbad, Luft
oder Gase, z.B. Stickstoff (N2) oder, beim Härten im Vakuum, Argon
(Ar).
Gänzlich ohne Abschreckmedien funktioniert das Laserstrahlhärten.
Hierbei wird jeweils nur ein kleiner Bereich einer dünnen Oberflächenschicht
erhitzt und die Abkühlung erfolgt durch die Abfuhr der Wärme in
das Werkstück. Nur Stähle mit mehr als 0,2% Kohlenstoff (C) sind
zum Härten geeignet.
Je nach Legierung des Stahles bzw. dem Anteil an Legierungselementen im
Stahl muss die kritische Abkühlgeschwindigkeit berücksichtigt
werden, bei Überschreiten besteht Gefahr von Rissbildung.
Info zum Anlassen
Beim Abschrecken bildet sich eine Außenschicht von Martensit, während sich in der Mitte des Werkstückes (Kern) das Gefüge noch im Zustand des Austenits befindet. Die Umwandlung des Kern-Austenits erfolgt verzögert und wird von einer Volumenvergrösserung begleitet. Dies führt zu beträchtlichen Spannungen im Werkstück. Verzug und Risse können die Folge sein.
In einem zweiten Schritt, dem so genannten Anlassen, können diese Spannungen abgebaut und die gewünschten Gebrauchseigenschaften (Härte, Zugfestigkeit und Zähigkeit) des Stahls eingestellt werden. Dabei wird der Stahl, je nach Legierungsanteilen und gewünschten Eigenschaften, nochmals erwärmt. Der kombinierte Vorgang des Härtens und des Anlassens nennt man Vergüten. Beim nur Härten spricht man in der Regel nicht vom Anlassen sondern vom Entspannen, was bei Temperaturen von ca. 200-300°C durchgeführt wird.
